Eine PDF-Datei kann zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten von visuellen Inhalten enthalten: Raster und Vektor. Die meisten PDFs enthalten beides – Fotos, die als Rasterbilder gespeichert sind, Text und Diagramme, die als Vektordaten gespeichert sind. Das Verstehen des Unterschieds erklärt, warum einige PDFs bei jeder Zoomstufe scharf aussehen, während andere verpixelt werden, warum einige Dateien groß und andere winzig sind und warum sich bestimmte Inhalte einer Bearbeitung widersetzen, während andere Inhalte präzise geändert werden können.

Raster-Inhalt: Raster aus Pixeln
Rasterinhalte bestehen aus Pixeln – einem festen Raster aus farbigen Punkten. Ein in ein PDF eingebettetes Foto ist ein Rasterfoto: Jedes Pixel hat einen bestimmten Farbwert und zusammen bilden sie das Bild. Das Hauptmerkmal von Rasterinhalten ist, dass sie eine feste Auflösung haben. Bei 300 DPI sieht ein Rasterbild scharf aus, wenn es in der beabsichtigten Größe gedruckt wird. Wenn Sie es auf 200 % vergrößern, haben Sie die halbe Auflösung – die Pixel werden als Quadrate sichtbar, das Bild sieht unscharf aus.
Gescannte PDFs sind vollständig Raster – jede Seite ist ein Foto. Aus diesem Grund sind Gescannte PDF-Dateien groß (viele Pixeldaten), können nicht durchsucht werden (kein Text, nur farbige Punkte, die wie Buchstaben angeordnet sind) und sehen bei starker Vergrößerung pixelig aus. Die angezeigte PDF-Qualität hängt direkt von der DPI ab, mit der der Scan erfasst wurde.
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Vektorinhalt: Mathematische Beschreibungen
Vektorinhalte werden durch mathematische Formeln und nicht durch Pixel definiert. Eine Linie in einer Vektorgrafik wird als „Start bei Koordinate (10, 20), Ende bei (150, 20), Strichstärke 2pt, Farbe Schwarz“ beschrieben. – nicht als eine Reihe schwarzer Pixel. Text in einem digitalen PDF ist ein Vektor: Jedes Zeichen ist eine mathematische Form, die durch Kurven und Koordinaten definiert wird, keine Bitmap aus Pixeln.
Da Vektorinhalte mathematisch definiert werden, lassen sie sich perfekt auf jede Größe skalieren. Wenn Sie den Text in einem digitalen PDF auf 1000 % vergrößern, bleibt er perfekt scharf – der Renderer berechnet die Kurven in der neuen Größe neu. Drucken Sie es auf eine Werbetafel oder eine Visitenkarte und es ist genauso gestochen scharf. Das Gleiche gilt für Logos, Diagramme und Diagramme, die in Vektortools wie Illustrator erstellt oder aus Anwendungen exportiert wurden, die Vektor-PDF-Ausgaben generieren.
Wie ein typisches PDF beide Typen mischt
Ein typisches Geschäfts-PDF – ein Bericht, eine Präsentation, eine Broschüre – enthält beide Arten gleichzeitig. Der Text ist vektorisiert (scharf in jeder Größe, kompakt zu speichern, durchsuchbar). In der Quellanwendung erstellte Diagramme und Diagramme können Vektoren sein. Aus dem Internet kopierte Fotos und Bilder sind Rasterbilder. Symbole und Logos können beides sein, je nachdem, wie sie erstellt und eingebettet wurden.
Aus diesem Grund werden beim Vergrößern einer PDF-Seite scharfer Text und scharfe Strichzeichnungen, aber verschwommene Fotos angezeigt – der Text und die Diagramme sind Vektoren, während die Fotos Rasterbilder mit ihrer eingebetteten Auflösung sind. Dies ist auch der Grund, warum das Komprimieren eines PDF die Dateigröße drastisch reduziert, wenn Bilder vorhanden sind, sich aber kaum auf textlastige PDFs auswirkt – Sie komprimieren Rasterpixeldaten, keine mathematischen Vektorbeschreibungen.
Warum das in der Praxis wichtig ist
- Druckqualität: Vektorinhalte werden in jeder Größe scharf gedruckt. Rasterinhalte lassen sich nur dann gut drucken, wenn die eingebettete Auflösung für die Druckgröße ausreicht – ein 72-DPI-Webbild, das in voller Seitengröße gedruckt wird, sieht verschwommen aus.
- Dateigröße: Der Vektorinhalt ist kompakt – ein als Vektoren gespeichertes komplexes Diagramm kann einige Kilobyte groß sein. Das gleiche Diagramm könnte als Rasterbild bei 300 DPI mehrere Megabyte groß sein. Das Ersetzen von Rasterbildern durch Vektoräquivalente in einem PDF reduziert die Dateigröße erheblich.
- Bearbeitbarkeit: Vektortext in einem PDF kann ausgewählt, kopiert und bearbeitet werden (mit den richtigen Werkzeugen). Rastertext besteht nur aus Pixeln – die Auswahl einzelner Wörter ist ohne OCR-Verarbeitung nicht möglich.
- Komprimierungsverhalten: PDF Die Komprimierung betrifft hauptsächlich Rasterbilder. Vektorinhalte werden nur minimal komprimiert, da sie bereits mathematisch effizient sind. Ein PDF, das bei der Komprimierung nicht stark schrumpft, besteht wahrscheinlich hauptsächlich aus Vektorinhalten.
So erkennen Sie, welche Art von Inhalten Sie sich ansehen
Der Zoomtest ist ausschlaggebend: Zoomen Sie in jedem PDF-Viewer auf 400–500 % des betreffenden Inhalts heran. Wenn es perfekt scharf bleibt – scharfe Kanten, keine sichtbare Pixelung – handelt es sich um einen Vektor. Wenn Pixel als Quadrate sichtbar werden oder das Bild weicher und unschärfer wird, handelt es sich um ein Raster.
Speziell für Text: Wenn Sie darauf klicken und einzelne Wörter auswählen können, handelt es sich um Vektortext. Wenn durch Klicken die gesamte Seite als Bildblock ausgewählt wird, ist der Text ein Raster – er existiert nur als Pixel in einem Seitenbild, nicht als tatsächliche Textdaten. Dies ist derselbe Test, der verwendet wird, um festzustellen, ob ein PDF Editor mit dem Inhalt arbeiten kann oder ob zuerst OCR erforderlich ist.
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